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Ústí nad Labem (Aussig)

Steinernes Kruzifix mit St. Magdalene

Es befindet sich gegenüber des alten Marktplatzes beim Abschluss des Presbyteriums der Mariahimmelfahrtskirche zwischen zwei Mittelenden. Es stand in den Jahren 1721-1874 auf dem Gipfel des Brückenbogens über des Biela Flusses (in der heutigen Zeit die umgebaute Brücke zum Kreisverkehr unter Větruše/Ferdinandshöhe) zusammen mit dem St. Johann der Täufer, St. Barbora, St. Anna und St. Johann von Nepomuk. Am Fuß des Gekreuzten in der traditionellen Gestaltung ist die Figur der fußfähigen St. Magdalene.

St. Antonius von Padua


Die Barockplastik des Heiligen steht auf dem Stadtplatz Mírové náměstí (Marktplatz/Ringplatz) im Stadtzentrum. Im Jahre 1708 ließ sie der Wachszieher Tobias Franz Kuhn auf das untere Ende des Stadtplatzes aufstellen, aber sie musste das Feld dem neueren Aufbau räumen (im Jahre 1970 wurde hier der Aufbau des Interhotels Bohemia abgeschlossen) und die Plastik wurde auch mit der Säule in Trmice (Türmitz) aufbewahrt. Nach der Restaurierung und Ergänzung von fehlenden Teilen durch Kopien wurde die Säule im J. 1996 wieder auf der anderen Stelle des Stadtplatzes aufgestellt.

Pauluskirche (Rote Kirche)

Diese neuromanische Kirche ließen die Aussiger Protestanten bauen, eingeweiht wurde sie 1906. Das Bauwerk ist durch seine dekorative Backsteinfassade und durch Anwendung von vorgefertigten Betonelementen zum Bau des Gewölbes über dem Schiff, sowie durch die stilistisch einheitliche Innenausstattung sehenswert. Von den drei Glocken ist nur die größte erhalten, welche ein Bildnis von Martin Luther trägt.

Kirche des hl. Jakob des Größeren

Der Komplex der Kirche des hl. Jakob des Größeren in Svádov wurde im 14. Jh. gebaut (siehe letzte Entdeckung eines Wartenberger Grabsteines aus dem J. 1370), aber stilmäßig gehört sie der sog. sächsischen Renaissance an (1580-1610) und ist daher eines der wertvollsten Denkmäler der Region. Das barocke Pfarrhaus mit der Säule der Heiligen Drei Könige ließ Anna Franziska von Tosca 1730 bauen.

St. Florian Kirche

Die Kirche in Krásné Březno (Schönpriesen) diente als eine Schlosskapelle des anliegenden Schlosses. Sie wurde in den Jahren 1597 - 1603 von Hans Bog aus Pirna aufgebaut. Nach der Reparatur im Jahre 1897 wurde sie als Pfarrkirche für Schönpriesen. Dieses wunderschöne Bauwerk der sächsischen Renaissance hat spätgotische Maßwerke, Netzrippengewölbe und Portale mit der Diamantverzierung. Der Hauptaltar stammt aus dem Jahre 1605.

St. Simon und Juda Kirche

Sie steht im oberen Teil von Mojžíř (Mosern). Die erste schriftliche Erwähnung über die Kirche (ursprünglich gotische) und die Pfarre stammt aus dem J. 1352, aber mit der Anmerkung, dass es dort schon lange vorher eine Kirche und Pfarre standen. Seit dem 15. Jahrhundert verfiel sie und erst in den Jahren 1593-98 wurde sie durch die Herren von Býnov (Binowe) als lutherische Kirche umgebaut, im Jahre 1846 wurde sie wieder umgebaut und 1877 restauriert. Vor der Kirche steht die frühbarocke Statue des hl. Donatus aus dem J. 1640. Das Pfarre Haus Nr. 33 wurde in der Hälfte des 18. Jahrhunderts als ein barockes rechteckiges Bauwerk mit einem Mansardendach aufgebaut. Unweit der Kirche steht vor dem Haus Nr. 58 die barocke Statue des St. Florians.

St. Wenzel Kirche

Sie steht auf der Anhöhe im Zentrum von Skorotice (Gartitz). Es handelt sich um ein barockes Bauwerk aus den Jahren 1748-55 und wurde an Stelle der Kirche aus der Vorhussitenzeit aufgebaut. Ein von den Fenstern ist mit dem Bild der aussiger Madonna verziert. Seit dem J. 1914 datiert man die Gefahr eines Verschubs des Bauwerkes. 1996 wurde ihre Sicherstellung realisiert. Auf Grund der unsicheren Statik wurde der Untergrund der Kirche nicht untersucht, wo Soldaten aus der Napoleonschlacht 1813 begraben seien. Gegenüber der Kirche ist im Barock umgebaute Pfarre, in welcher während des siebenjährigen Krieges bei der Plünderung des Objektes vom Heer der örtliche Kaplan Liebisch erschossen wurde.

St. Nikolauskirche

Die Kirche in Všebořice (Schöbritz) wurde schon im Jahre 1352 erwähnt. Sie wurde im Frühbarockstil 1694 umgebaut und der Prismenturm wurde ins Portal in den Jahren 1698-1702 eingebaut. Ein Gesamtumbau kam im J. 1858. Unweit der Kirche in der Straße Pod Vodojemem befindet sich in der Ecke des Gartens beim Haus Nr. 37 die barocke Plastik der Statue des hl. Prokopius aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts. Vor der Feuerwehr auf der Straße Masarykova ul. (Hauptstraße) stehen zwei Objekte – das Marterl aus dem J. 1676 und das steinerne Kruzifix aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die letzten Erinnerungen an die Schöbritzer Geschichte.

Mariahimmelfahrtkirche

Die Kirche wurde um das Jahr 1318 gebaut. In der Zeit des Hussitenkrieges wurden ihr Turm und das Dreierschiff vernichtet. Der Neuaufbau begann erst nach 1452. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche im spätgotischen Stil umgebaut. Die Bombardierung der Stadt im April 1945 beschädigte die Fundamente des Turmes schwer und seither weicht der Turm von der vertikalen Achse fast um 2 m ab. Dominant ist der Altar mit einem gläsernen Fuß , der die Kunst des 20. Jahrhunderts repräsentiert.

Mariahimmelfahrtkirche in Církvice (Zirkowitz)

Die Kirche an dem Elbufer in Církvice (Zirkowitz) wurde schon im Jahre 1357 erwähnt. Das heutige Bauwerk ist im Barockstil aus dem J. 1701. Ein Bestandteil des Kirchenareals ist der prismenförmige Glockenturm mit dem Ziegelfachwerk, die Statue des St. Johann von Nepomuk und die barocke Pfarre aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts, bedeckt mit dem Mansardendach.

Adalbertkirche

Die Barockkirche mit einem Dominikanerkloster wurde in den Jahren 1715-1730 von dem bedeutenden nordböhmischen Architekten Octavio Broggio an der Stelle eines gleichnamigen Bauwerks aus dem Jahre 1070 gebaut. Im Jahre 1972 wurde hier die zweitgrößte Orgel in der Tschechischen Republik installiert.

Kirche der allerheiligsten Trinität

Sie emporragt über der Straße Žukovova ul. (Johann Schicht Str.) in dem oberen Stadtteil Střekov (Schreckenstein). Es handelt sich um ein neubarockes rechteckiges Bauwerk aus den J. 1901-1903. Auf dem Hügel über der Kirche ist eine stockige barocke Pfarre aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem Mansardendach.

St. Joseph Kirche in Předlice

Sie steht an der Straße Hrbovická ul. (Aussiger Str.) in Předlice (Prödlitz). Sie wurde in den Jahren 1905-1906 gebaut. Bei der Kirche befindet sich eine spätbarocke Pfarre. Gegenüber des Eingangs in die Kirche steht das steinerne Kruzifix aus dem J. 1780. Vor der Kirche frei stehende barocke Statue des St. Johann von Nepomuk aus dem Jahre 1722 stand in der Vergangenheit bei der Laufbrücke über Sernitzer Bach in Staré Předlice (Prödlitz).

St. Joseph Kirche in Vaňov

Die Kirche an der Pražká ulice (Elbestraße) in Vaňov (Wannow) ließ im J. 1939 Georg Schicht aufbauen. Im oberen Teil von Wannow steht an Stelle des ursprünglichen Kruzifix aus dem J. 1760 das steinerne Kruzifix aus dem J. 1813. Es ließ es der Weinbauer Löbl aufbauen, ein Andenken des Unglücks, als er hier im Weinberg irrtümlich seinen eigenen Sohn erschoss.