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Wirtschaft

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Industrie

Die Entwicklung der Stadt ist mit der Industrie eng verbunden. Zum wichtigsten Industriezweig, welcher aus der Lage der Stadt Nutzen zu ziehen wusste, wurde die chemische Industrie. Die erste Produktionsstätte entstand 1808. Das Grün-dungsjahr der Spolchemie (ursprünglich „Österreichischer Verein für Chemie- und Hüttenproduktion“), 1856, bedeutete einen Wendepunkt in der Entwicklung der chemischen Industrie Österreich-Ungarns.
Zum wichtigsten Unternehmen der Lebensmittelindustrie wurde Setuza. Johann Schicht verlegte im Jahr 1882 die Seifenproduktion hierher und schuf damit die Grundlage für das spätere Kombinat zur Verarbeitung von Fetten. Seinerzeit gehörte das Unternehmen zu den weltweit größten in dieser Branche.
Eine alte Tradition hat die Energieproduktion. Auf dem Lerchenfeld wurde schon seit 1760 Braunkohle gefördert. 1840 wurden „direkt in Aussig“ 6 Bergwerke betrieben. Das städtische Kraftwerk wurde 1899 in Betrieb genommen (stillgelegt 1969).
Nach 1945 wurden schrittweise Tagebaue in der nordwestlichen und 1976 in westlicher Umgebung erschlossen. Dieser Entwicklung mussten allerdings viele Gemeinden  und Ortschaften weichen (z. B. Tuchomyšl, Vyklice und Hrbovice).
Die gegenwärtige Produktion der Firmen in Ústí nad Labem ist sehr mannigfaltig und einige Produkte sind ortspezifisch. Dazu gehören z. B. organische und anor-ganische Chemikalien, Farbstoffe und Kunstharze aus Spolchemie. Der größte Hersteller von Fetten im Land ist Setuza in Střekov. Eine jahrhundertelange Tradition hat die Bierbrauerei in Krásné Březno.

Verkehr

Bereits die ersten Erwähnungen einer Siedlung im Raum Ústí nad Labem waren mit dem Verkehr verbunden – im Jahr 993 wurde hier Elbzoll kassiert. Der Schiff-transport auf der Elbe ist älter als die Stadt selbst und zählt zu den wichtigen Faktoren für ihre hiesige Ansiedlung.
Der Aufschwung des Verkehrs und der ganzen Region ist wesentlich mit der Braunkohlengewinnung verbunden. An die ursprüngliche Schifftransportstrecke schloss sich in Jahren 1854-1874 die Eisenbahnstrecke und später auch der Straßenverkehr an. Ústí hatte seinerzeit das zweitlängste Straßenbahnnetz aller tschechischen Städte (nach Prag). Im Jahr 1938 betrieb die Stadt 112 Fahrzeuge auf 9 Linienstrecken. Seit 1954 kommt es zu einer langsamen Reduzierung der Linien, die letzte Straßenbahn fuhr am 31. Januar 1970. Nach der Stilllegung des Straßenbahnbetriebs wurde der Personenverkehr ausschließlich mit Bussen abgesichert, später kombiniert mit den Obussen.

Dienstleistungen

Die Stadt Ústí nad Labem, das Zentrum des gleichnamigen Kreises, zählt zu den größten und bedeutendsten Zentren Nordböhmens und bietet ein komplexes Angebot an Dienstleistungen. Durch die Struktur der Dienstleistungen beeinflusst sie die weitere Umgebung über die Grenzen des eigenen Kreises hinweg.
Als bedeutsam kann man die Dienste der großen Einkaufszentren und Super-märkte einschätzen, die nicht nur den Einwohnern von Ústí, sondern auch der umliegenden Bezirke und des benachbarten Sachsens ein breites Sortiment preiswerter Waren in guter Qualität anbieten. Von Bedeutung sind die Finanz-institute (Banken, Sparkassen). Positiv kann man auch die Entwicklung der gastronomischen Einrichtungen (Gaststätten, Weinstuben) einschätzen.